normfaltung

Normfaltung
2013
Digitaler Druck auf Polyesterplane
168,2 x 118,9 cm
und
8 Papierbögen (Faltung | Scannerfotografie | Digitaler Druck) A4 mit Papierklammer gehalten

Vorraussetzungen:
Das A4-Format (oft auch DIN A4 genannt) ist das in Europa gebräuchlichste Papierformat und international genormt. Es hat die Abmessungen 210 mm × 297 mm, eine Fläche von genau 1⁄16 m2 (623,70 cm2) . Es leitet sich vom "Vierfachbogen" (A0) ab, der 841 mm × 1189 mm misst und genau 1 m2 Fläche hat. Einmal gefaltet ergibt sich A1. zweimal A2 usw. Alle Formate der internationalen "A-Reihe" haben ein Seitenverhältnis von 1 : 1,4142 (Wurzel aus 2).
Die Normung erfolgte erstmals 1922 vom Deutschen Institut für Normung (DIN) in der Norm Nr. 476, die frühere Entwürfe aus der Französischen Revolution aufgriff. Diese DIN-Norm gilt in fast allen Staaten der Welt.
Gibt man ein beliebiges Rechteck vor und halbiert es, so haben im allgemeinen Ausgangsrechteck und Teilrechteck nicht die gleiche Form. Die Form bleibt die gleiche, wenn a:a'=a':(a/2) gilt. Das führt zu a:a'=sqrt(2):1. Das ist eine besondere Eigenschaft des A-Blattes: Halbiert man es, bleibt die Form gleich.

Faltprozess:
Der Faszination des Begriffes der Norm nachgebend, begann ich in der Arbeit "Normfaltung" ein A4 Blatt mittig zu falten. Nach vier weiteren Faltungen hatte das Endprodukt die DIN-Normgröße A8.
Ein gefaltetenes Papier weist nicht wieder entfernbare Spuren des Eingriffes auf. An der Stelle der Faltung werden die Fasern des Papieres unwiderruflich geknickt.
Ausgebreitet wurde das Blatt wieder eingescannt, danach ausgedruckt und einer weiteren Faltung unterzogen, die dem gleichen "Halbierenden" System folgte.

Das Scannen erfolgte nach einem Zufallsprinzip. Die Lage des A4 Blattes im Scanner wurde bewusst nicht mit größtmöglicher Präzision vorgenommen.
Den Prozess des scannens-ausdruckens erfolgte 8 mal.

Das Ergebnis sind 8 gefaltete Blätter und 8 glatte Ausdrucke. die 16 Papiere werden mit einer Klammer zusammengefasst.